Zu Gast in Berlin

Auch das gehört zu meiner Erinnerung:

Ich durfte zum Neujahresempfang des Bundespräsidenten Joachim Gauck.

Die Einladung kam im November 2014, ich sollte zwei Tage in Berlin bleiben. Am ersten Tag sollte ich den Amtssitz kennenlernen und am zweiten Tag dann zum Neujahrsempfang kommen.

Ich fühlte mich sehr geehrt, zumal ich Joachim Gauck auch sehr zugetan war. Einmal durch seine persönliche Lebensgeschichte und dann dadurch, dass er seine Lebensgefährtin Daniela Schad nicht heiratete, als er Bundespräsident wurde. Und das noch als ehemaliger Pfarrer.

Fand ich toll, weil er zu dem stand, was er war und sich nicht an Normen angepasst hat.

Vermute ich jedenfalls...vielleicht wollte sie einfach nicht???


Da ich nicht zu lange dem SFN fernbleiben wollte, fuhr ich erst gegen Abend des ersten Tages hin und war dann am Vormittag beim Empfang erstmals im Schloss Bellevue.

Es war eine durch und durch geplante Zeremonie. Immer 4 Personen warteten in einem Nebenraum, dann wurden sie nacheinander aufgerufen, schüttelten dem Bundespräsidenten und Frau Schad die Hand, stellten sich zum Foto auf...und das wars...

Aber während die Fotografen uns zurecht stellten, konnte ich ein paar Worte wechseln. Er wirkte sehr scheu und zurückhaltend, Frau Schad aber verwickelte mich in ein kurzes Gespräch. Sie kam aus Darmstadt, ich aus Kassel...Hessen verband uns.



Dann ging es in den edlen Speisesaal. Alle Gäste wurden zu einem mehrgängigen Edel-Menü eingeladen. Der Bundespräsident war auch dabei, hielt eine Tischrede und setzte sich zu verschiedenen Tischgruppen.

Danach gab es ein Get Together, zu dem dann auch Politiker kommen durften. So traf ich die Bundeskanzlerin und den Hessischen Ministerpräsidenten. Bouffier erkannte mich (logischerweise ) nicht, obwohl er schon mehrfach im SFN war. Aber er war Profi: Er bedankte sich ganz allgemein für das, was ich für Hessen gemacht hätte...toll aus der Affäre gezogen...

Ich wünschte, ich wäre da auch so gut, denn mir geht es beim Wiedererkennen der Menschen ebenso...


Der Tag war schnell zu Ende und mit dem ICE ging es zurück nach Kassel.

Den extra gekauften Anzug habe ich immer noch...da ich inzwischen stark abgenommen habe, passt er nicht mehr so richtig...den Hosenbund kann ich mehrfach durch den Gürtel festwickeln...

Zurück bleibt neben der Schlabberhose die Erinnerung an das Menschliche der Menschen, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt.


Apropos Fernsehen...da fällt mir gerade die nächste Geschichte ein, über Wolfgang, den von BAP. Noch bevor er BAP hatte...kommt im nächsten Post dieser Reihe: Wolfgang, Ich und andere Stars...